Graffiti

Graffitikunstwerk „Raum schaffen“

„Platz für Neues schaffen und zulassen.“

Zum Schmalzmarktfest, konnte erneut das Graffitigesamtkunstwerk „Raum schaffen“ von Isnyer Jugendlichen gestaltet, ausgestellt werden. Aufgrund von starken Windaufkommens mussten die Folien am Bauzaun in der Innenstadt kurzfristig abgenommen werden. Interessierte konnten durch einen „Making off Zeitrafferfilm“ die Entstehung des Kunstwerkes miterleben, der an die Wand der Stadtbibliothek projiziert wurde.

Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren nahmen in den großen Ferien freiwillig an diesem Graffitiprojekt teil, um sich mit ihrer Stadt Isny und ihrer Lebenswelt künstlerisch auseinanderzusetzen, was sich in den beiden großen Kernthemen des Kunstwerkes wiederspiegelt.

„Es soll zeigen, dass ein Umdenken stattfinden muss, Veränderungen stattfinden und wir als Jugend auch eine Meinung dazu haben. Man sollte das Werk im Ganzen als Aufruf dazu sehen.“, wie eine Jugendliche Teilnehmerin abschließend das Kunstwerk interpretiert.

So wurde auf einem großformatigen Bild die aktuelle Flüchtlingsthematik aufgegriffen und bearbeitet, an anderer Stelle ging es um Jugendräume: im wörtlichen, wie auch im übertragenen Sinne, sprich jugendkulturelle Themen, wie Musik oder dem Sprayen an sich.

Auch wenn der Spaß beim Sprühen niemals zu kurz kam, so waren doch alle Beteiligten Jugendlichen mit Ernst bei der Sache. Denn „(…) schlussendlich will ich mit diesem Kunstwerk jedem Betrachter einen Denkanstoß geben und die Stimme der Jugend vertreten, die oft überhört oder nicht geäußert wird.“ Wie eine andere Teilnehmerin resümierte.

Initiiert wurde das Projekt vom Team Jugendarbeit und dem Kulturforum Isny. Beteiligt in der Vorplanung waren auch Lehrerinnen und Lehrer der Isnyer Schulen. Durch zusätzliche Spenden vom Malerbetrieb Ficciocello, Optik Walzer, der Sparkasse Isny und der der Trude Scerri-Littmann Stiftung wurde es dann möglich dieses Jugendprojekt in dieser Größe zu realisieren.

„Wir wollten den Jugendlichen eine Lern- und Erfahrungswelt bieten, die sie so nicht unbedingt vorfinden. Denn eine so zentrale Ausstellungsfläche für die Themen Jugendlicher wird uns auch nicht jeden Tag angeboten“, wie Patrick Glas und Elisabeth Mayr vom Team Jugendarbeit berichten. 

Thematisch vorgegeben wurde vom Team Jugendarbeit nichts, dass sich für dieses Projekt Unterstützung durch den Graffitikünstler Robert „Trus“ Wilhelm aus Füssen holte, der den Jugendlichen viel Know How vermittelte. Im Mittelpunkt des Projekts stand das, was Jugendliche beschäftigt: ihre Ideen, ihre Träume, ihre Fähigkeiten, ihre Sorgen und der Wunsch aktiv zu werden. „Es stecken sehr viele Gedanken der Jugendlichen über ihre Stadt Isny und gesamtgesellschaftliche Herausforderungen in diesem Kunstwerk und wir freuen uns, wenn Sie sich Zeit nehmen und das die Kunstwerk mal in Ruhe anschauen und sich auf die Bildsprache einlassen“. laden die Pädagogen vom Team Jugendarbeit Isnyer und Gäste ein.  

Die Jugendlichen gaben ihrem Gesamtkunstwerk am Abschluss der Woche Titel „Raum schaffen“. Zum ersten Mal wurde es im Rahmen von „Isny macht blau“ (Ende August) öffentlich präsentiert. Geplant war es als Dauerausstellung, die während der Bauphase am Kurringer Eck ausgestellt werden soll. Leider haben die Folien des Kunstwerks durch das starke Windaufkommen gelitten, weshalb die Dauerausstellung vermutlich nicht wie geplant über einen längeren Zeitraum hinweg gezeigt werden kann.

Der Making Off Film zum Projekt, auch von Jugendlichen gemacht wurde, ist zu finden auf youtube unter folgendem Link: https://www.youtube.com/watch?v=0mGilUYqLG8 

 

 

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