Digitaler Jugendstadtplan

Ein Stadtplan für die Jugend Isnys

Jugendliche haben in der Stadt ihre Lieblingsplätze, wo sie sich gerne treffen. Jetzt gibt es einen digitalen Stadtplan wo diese Plätze eingetragen sind.

Wo trifft man sich, wo lässt es sich „chillen“, wo Sport machen, welche Lokale sind beliebt – auf einem digitalen Stadtplan sind beliebte Plätze für die Jugend Isnys eingezeichnet. Dieser digitale Stadtplan für die Jugend Isnys ist ein Projekt welches im Rahmen der medienpädagogischen Aktivitäten des Teams Jugendarbeit umgesetzt wurde.  „Medienpädagogik soll stärker im außerschulischen Bereich, in der außerschulischen Pädagogik stattfinden“, sagt der Kinder- und Jugendbeauftragte der Stadt Isny, Matthias Hellmann. Der Verein Kinder- und Jugendarbeit hat für diesen Zweck  zwei Jahre Projektmittel und ein sogenanntes MediaMobil zur Verfügung. Gefördert werden alle Projekte von der  Landesanstalt für Kommunikation und von der Jugendstiftung Baden-Württemberg.

Paul Groseker von der offenen Jugendarbeit begleitet das Projekt digitaler Stadtplan. In der Jugendarbeit gehört die Sozialraumanalyse zu den grundlegenden Methoden. Eines deren Produkte ist ein Stadtplan im Jugendbüro, auf dem mit Pins die Plätze markiert sind, wo Jugendliche anzutreffen sind. Da die Lebenswelt der Jugendlichen heute von digitalen Medien bestimmt ist, lag es nahe, dies auf einen digitalen Stadtplan zu übertragen. Auf diesem können sie selbst „ihre“ Plätze eintragen, auch Bilder können hochgeladen werden. „Wir haben ihnen klar gemacht, >das ist eure Stadtkarte<“, sagt Groseker. Jeder könne eintragen, aber jeder Eintrag werde vom Team der Jugendarbeit erst geprüft, bevor er freigegeben wird, das dauert etwa einen Tag. „Wir haben die Datenhoheit“, betont Groseker. Es werden immer mehr Nutzer, aber das Team der Jugendarbeit hofft, dass sich außer allen Isnyer Jugendlichen auch die Vereine mit Jugendarbeit angesprochen fühlen und Sportstätten, Trainingszeiten, Gruppenabende oder Ähnliches eintragen.

Auf die für die digitale Stadtkarte verwendete App „Ushahidi“ ist Hellmann durch die Landeszentrale für politische Bildung aufmerksam gemacht worden. Ushahidi stammt aus Kenia, wo sie genutzt wurde, um Mitbürger vor Krisengebieten zu warnen. „Da steht kein Datenkonzern dahinter, sie ist datensensibel“, nennt Hellmann einen Vorteil. Die digitale Stadtkarte ist als längerfristiges Projekt angelegt. Mit ständiger Aktualisierung kann sie zur dauerhaften wichtigen Informationsquelle Isnyer Jugendlicher werden.

Info: Unter https://isny.crowdmap.com ist die digitale Stadtkarte zu finden. Die Karte ist mit jedem Smartphone oder am Computer im Browser zu öffnen. Wer neue Plätze eintragen möchte, kann sich die App Ushahidi kostenlos aus dem jeweiligen Appstore herunterladen.

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