Finde Deinen Weg! Die Ausbildungsbörse in Isny unterstützt bei der Berufsorientierung

Zum 18. Mal organisieren wir zusammen mit der Stadt Isny und der AOK Bodensee-Oberschwaben die Isnyer Ausbildungsbörse. Wenn sich am Freitag, 25. September, von 16 bis 19 Uhr die Türen zum Kurhaus am Park öffnen, werden alle verfügbaren 46 Ausstellerplätze gefüllt sein.

Die Ausbildungsbörse erfreut sich seit Jahren großer Beliebtheit. Das Kurhaus ist zu diesem Termin auf beiden Ebenen ein Ort der wertvollen Information, des gegenseitigen Interesses und des regen Austauschs. Die Firmen stellen sich an einzelnen Ständen vor. Meist sind Auszubildende dabei, die authentisch über ihren Ausbildungsberuf informieren und von ihren Erfahrungen berichten. Infos über einen Beruf, eine Firma aus der Sicht von jungen Menschen zu bekommen, deren Berufsentscheidung noch nicht lange zurückliegt, macht es für die Jugendlichen nachvollziehbarer. Die jungen Besucher der Ausbildungsbörse, die gern auch von den Eltern begleitet werden dürfen, suchen selbst aus, wo sie vorstellig werden, sich Informationen holen oder sich beraten lassen möchten.

Um jungen Menschen bereits vor dem Schulabschluss fundierte Orientierungshilfen für die Berufswahl zu bieten, kooperieren der Verein Kinder- und Jugendarbeit Isny und die örtlichen weiterführenden Schulen, insbesondere die Verbundschule. Ziel der Veranstaltung ist es, die Berufswahl für Jugendliche zu erleichtern und ein möglichst breites Spektrum an Möglichkeiten aufzuzeigen.
Um eine große Bandbreite an Ausbildungsberufen vorzustellen, sind auch wieder überregionale Institutionen wie das DRK oder die Polizei in Isny zu Gast. Auch weiterführende Schulen wie die Geschwister-Scholl-Schule und das Berufliche Schulzentrum Wangen stellen sich vor. Studieninteressierte können sich bei der Fachhochschule Kempten und bei vielen Betrieben informieren, die duale Studiengänge anbieten.

Matthias Hellmann (Kinder, Jugend- und Familienbeauftragter und Geschäftsführer des Vereins) und Florian Ehmele (Leiter AOK-Kundencenter Wangen) sind für die Ausbildungsbörse im Duo verantwortlich. Beide sind mit großem Engagement dabei. „Meist treffen wir uns zum ersten Mal kurz vor Ostern“ erklärt Hellmann: „Wir sichten die neuen Anfragen, die uns seit der letztmaligen Durchführung erreicht haben und stimmen unsere Arbeitsteilung ab“. Um Pfingsten werden dann die Einladungen von der AOK an die Unternehmen verschickt.
„Die größte Herausforderung seit einigen Jahren ist es dann, aufgrund der Rückmeldungen eine Auswahl treffen zu müssen, sollten mehr Ausbildungsbetriebe teilnehmen wollen, als wir im Kurhaus unterbringen“, erklärt Ehmele. „In diesem Jahr haben wir die Platzkapazitäten im Kurhaus wieder bestmöglich ausgeschöpft, um möglichst vielen Ausstellern eine Teilnahme zu ermöglichen. Bei allen Unternehmen und Ausstellen bedanken wir uns für ihr Interesse“, sagt Hellmann.

Nachgefragt bei der Konrektorin der Verbundschule am Rootmoos Isny

Stefanie Kieble – Konrektorin der Verbundschule am Rotmoos Isny

Die Verbundschule am Rotmoos Isny wurde erst vor kurzem wieder ausgezeichnet mit dem BORIS Siegel für herausragende Berufsorientierung. Was wird alles gemacht um Schülerinnen und Schüler gut im Prozess der Berufsorientierung zu unterstützen?

Wir freuen uns natürlich sehr über die erneute Auszeichnung mit dem BORIS-Siegel, denn sie bestätigt die Arbeit, die wir seit vielen Jahren im Bereich der Berufsorientierung leisten. Dabei setzen wir vor allem auf einen hohen Praxisbezug. Unsere Schülerinnen und Schüler absolvieren verschiedene Praktika, nehmen an Betriebserkundungen teil und besuchen die Ausbildungsbörse.

Bei einem Bewerbertraining können sie sich ganz konkret auf den Bewerbungsprozess vorbereiten. Darüber hinaus kommen Unternehmen und Auszubildende zu uns an die Schule und stellen Berufe vor. So erhalten die Jugendlichen Informationen aus erster Hand und können direkt Fragen stellen. Sehr wichtig ist für uns auch die enge Zusammenarbeit mit unseren zahlreichen Bildungspartnern und regionalen Unternehmen sowie der Agentur für Arbeit. Dadurch können wir Berufsorientierung nicht nur theoretisch vermitteln, sondern unseren Schülerinnen und Schülern echte Einblicke in die Arbeitswelt ermöglichen und frühzeitig Kontakte herstellen.

Unser Ziel ist letztlich, dass jede Schülerin und jeder Schüler unsere Schule mit einer möglichst konkreten Perspektive verlässt und eine Vorstellung davon entwickelt hat, welcher weitere Weg zu den eigenen Stärken und Interessen passt.

Was hat sich denn in den letzten Jahren in der Schule verändert beim Thema Berufsorientierung?  

Die Berufsorientierung hat in den vergangenen Jahren deutlich an Bedeutung gewonnen. Sie ist heute nicht mehr nur ein Thema, das kurz vor dem Abschluss aufgegriffen wird, sondern begleitet unsere Schülerinnen und Schüler ab der 5. Klasse. Dabei geht auch darum, die eigenen Stärken und Interessen kennenzulernen und anschließend verschiedene Berufsfelder und Ausbildungsmöglichkeiten zu entdecken.

Schülerinnen und Schüler der Verbundschule gehen teilweise zusammen mit Ihren Klassenlehrkräften zur Ausbildungsbörse oder sind herzlich eingeladen auch selbständig hinzugehen. Warum ist ein solches Format sinnvoll?

Eine Ausbildungsbörse bietet einen großen Vorteil: Die Jugendlichen können innerhalb kurzer Zeit mit sehr vielen unterschiedlichen Unternehmen und Einrichtungen direkt ins Gespräch kommen. Dadurch lernen sie teilweise auch Ausbildungsberufe kennen, die sie vorher überhaupt nicht auf dem Schirm hatten.

Uns ist besonders wichtig, dass die Schülerinnen und Schüler dabei selbst aktiv werden. Sie können Fragen stellen, erste Kontakte zu Unternehmen knüpfen und erfahren aus erster Hand, welche Anforderungen ein Beruf mit sich bringt und welche Ausbildungs- und Entwicklungsmöglichkeiten es gibt. Häufig sind auch Auszubildende vor Ort, die auf Augenhöhe von ihrem Berufsalltag berichten können. Das macht Berufsorientierung viel greifbarer für die Jugendliche.

Schulisch sind ja für alle Schülerinnen und Schüler im Laufe der Schulzeit mehrere Praktika vorgesehen. Empfehlen Sie auch Schülerinnen und Schülern den Besuch um auch mal bezüglich Praktikumsgelegenheiten anzufragen?

Auf jeden Fall. Wir ermutigen unsere Schülerinnen und Schüler ausdrücklich dazu, die Ausbildungsbörse auch für die Suche nach einem Praktikumsplatz zu nutzen. Der persönliche Kontakt kann dabei ein großer Türöffner sein. Statt lediglich eine Bewerbung zu verschicken, können die Jugendlichen sich direkt vorstellen, Interesse zeigen und Fragen stellen.