Das Projekt „Brückenbau“ an der Verbundschule am Rotmoos in Isny ist seit dem Jahreswechsel organisatorisch nicht mehr an unseren Verein Kinder- und Jugendarbeit Isny e.V. angegliedert sondern an das Bildungszentrum des Stephanuswerks. Der Schritt war nötig, um die Zukunft der Karrierebegleitung zu sichern. Die genauen Hintergründe für die Veränderung erklärte Matthias Hellmann, Geschäftsführer des Vereins Kinder- und Jugendarbeit, am Montag, den 2. März in einer Sitzung des Verwaltungsausschusses des Isnyer Gemeinderats.
Eine Karrierebegleitung begleitet Schülerinnen und Schüler der Verbundschule Isny bei der Orientierung seit dem Jahr 2017 im Berufsleben und bereitet sie ergänzend zu den Unterrichtsangeboten auf den Bewerbungsprozess vor. Bislang war die pädagogische Teilzeitstelle beim Verein Kinder- und Jugendarbeit angesiedelt und die Stadt Isny, der Verein Kinder- und Jugendarbeit, der Förderverein der Verbundschule, die Schule und die Bundesagentur für Arbeit kamen für die Kosten der Teilzeitstelle auf.

Die Agentur für Arbeit trug seit 2020 den größten Anteil mit 50 Prozent der Gesamtkosten für diese Berufsorientierungsmaßnahme. Zuletzt stand diese Förderung auf der Kippe, weil die Agentur bei allen Leistungs- und Zuschuss-Empfängern ein AZAV-Zertifikat (AZAV steht für Akkreditierungs- und Zulassungsverordnung Arbeitsförderung) vorschreibt. Während das Bildungszentrum des Stephanuswerks über eine solche Zertifizierung verfügt, wäre es für unseren Verein Kinder- und Jugendarbeit Isny e.V. mit hohen Hürden verbunden gewesen, sich dem aufwändigen und kostenintensiven Verfahren zu unterziehen.



Deshalb übernahm das Bildungszentrum des Stephanuswerks nun die Funktion des Anstellungsträgers. „Das Brückenbau-Projekt ist wichtig, um junge Menschen fürs Berufsleben fit zu machen und ich bin glücklich, dass das Bildungszentrum hier unterstützen kann“, sagt Beate Kamp, Bereichsleitung Bildungszentrum. Mitfinanziert wird die Karrierebegleitung auch weiterhin von der Stadt Isny, die 40 Prozent der Kosten übernimmt.
Bürgermeister Rainer Magenreuter zeigte sich zufrieden: „Wir sind sehr froh, dass wir eine gute Isnyer Lösung gefunden haben.“ Auch Wanda Rohse, die Schulleiterin der Verbundschule, äußerte sich positiv. Das Angebot der Karrierebegleitung habe dazu beigetragen, dass die Verbundschule das Berufswahlsiegel BoRis für herausragende berufliche Bildung erhalten habe.

